
HÄUFIGE FRAGEN
WAS IST PSYCHOTHERAPIE?
Psychotherapie, deren Kosten von den Krankenkassen in der Regel übernommen werden, ist eine wissenschaftlich fundierte, staatlich anerkannte Methode, um seelisches Leid zu lindern. Derzeit sind 4 Richtlinienverfahren in Deutschland anerkannt: Verhaltenstherapie, Systemische Therapie, sowie die psychodynamischen Verfahren tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und psychoanalytische Psychotherapie. Ich bin in der tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie staatlich anerkannt (Approbation) und darf diese bei privat Versicherten über die Krankenkasse nach GOP / GOÄ abrechnen und auch SelbstzahlerInnen behandeln. Ggf. kann ein Kostenerstattungsverfahren auch bei gesetzlich Versicherten in die Wege geleitet werden.
WAS IST TIEFENPSYCHOLOGISCH FUNDIERTE PSYCHOTHERAPIE?
Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie gehört zu den psychodynamischen Verfahren, wozu auch die psychoanalytische Psychotherapie zählt. Wenn Sie hierbei an Freud und eine Couch denken, liegen Sie nicht ganz falsch - er war der Begründer der Psychoanalyse. Die Tiefenpsychologie ist quasi die „kleine Tochter“ der Psychoanalyse. Im Gegensatz zur Psychoanalyse hat man bei einer tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie einen konkreteren Fokus, den man behandelt. Wichtig ist nach wie vor Ihr Unbewusstes, welches es gemeinsam zu verstehen und zu greifen gilt. Dies wird auch durch die Grundregel der „freien Assoziation“ ermöglicht: Sie dürfen und sollen alles, was Ihnen in den Sinn kommt, sagen. Es wird davon ausgegangen, dass ihr Unbewusstes, welches stark von Ihren primären Bindungserfahrungen beeinflusst ist, mit Ihren aktuellen Symptomen zusammenhängt. Nachdem wir uns ein Bild über Ihre Symptomatik gemacht haben, gilt es nicht (nur) diese zu behandeln, sondern auch und vor allem die Ursache dieser Symptome zu verstehen. Hierbei wird ganz fokussiert die Verbindung in Ihre Vergangenheit gesetzt. Zudem schauen wir uns auch Ihre aktuelle Beziehungsgestaltung an, die gegebenenfalls durch ihre früheren Bindungserfahrungen beeinflusst wird. Zwischendurch wird es auch wichtig sein, die Beziehung, die im therapeutischen Arbeitsbündnis mit mir entsteht, zu beleuchten - dies kann uns einen Einblick darüber geben, wie Sie sich sonst auch in Beziehungen erleben.
WAS IST SUPERVISION?
Supervision...
WIE LANGE DAUERT EINE THERAPIESITZUNG? WIE LANGE EINE SUPERVISION?
Eine psychotherapeutische Einzelsitzung dauert 50 Minuten. Eine Gruppentherapiesitzung dauert 100 Minuten.
Eine Einzelsupervision dauert 60 Minuten, Gruppen- oder Teamsupervisionen werden zeitlich individuell abgesprochen.
WIE BEGINNE ICH ALS PRIVAT VERSICHERTE/R EINE TIEFENPSYCHOLOGISCH FUNDIERTE PSYCHOTHERAPIE?
Psychotherapie ist in der Regel eine Leistung der privaten Krankenversicherungen, weshalb die Kosten normalerweise übernommen werden. Die Leistungen der privaten Krankenversicherungen sind jedoch nicht einheitlich geregelt. Bitte erkundigen Sie sich zur Sicherheit vorher bei Ihrer privaten Krankenkasse, ob die Kosten für eine Psychotherapie übernommen werden Es gibt meistens eine bestimmte Anzahl von Sitzungen pro Jahr, die übernommen werden.
Es stehen Ihnen 5 "Kennenlernsitzungen" (sogenannte probatorische Sitzungen) zu. Innerhalb dieser Gespräche können Sie und ich schauen, ob es mit uns "passt". Wenn Sie beihilfeberechtigt sind, werden diese Sitzungen meistens übernommen - das sollten Sie jedoch vorab mit Ihrer Beihilfe klären. Ansonsten handelt es sich um eine Eigenleistung. Nach dieser Kennenlernphase stelle ich dann, wenn Ihre Private Krankenversicherung / Beihilfe dies fordert, einen Antrag an eine/n externe/n GutachterIn, wodurch entschieden wird, ob eine "psychische Erkrankung" vorliegt, sodass die Kosten übernommen werden.
Bitte beachten Sie hierzu auch die Checkliste, die Sie im Bereich „Kostenübersicht“ finden.
ICH BIN KASSENPATIENTIN. KANN ICH BEI IHNEN TROTZDEM EINE PSYCHOTHERAPIE MACHEN?
Es ist möglich, bei mir auch als KassenpatientIn eine Psychotherapie zu beginnen. Allerdings muss, damit die Kosten von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden, ein Antrag auf Kostenübernahme gestellt werden. Hierzu müssen Sie vorab tätig werden:
1. Kontaktieren Sie mindestens 5 Kassenpraxis in Ihrem Umkreis und dokumentieren Sie, sofern diese Ihnen keinen Platz anbieten können.
2. Kontaktieren Sie Ihre Krankenkasse und berichten Sie, dass es Ihnen nicht möglich ist, in einer Kassenpraxis im Umkreis einen Therapieplatz zu finden. Fragen Sie nach, ob darum prinzipiell die Möglichkeit einer Kostenerstattung über Ihre Krankenkasse in einer Privatpraxis besteht. Falls ja, lassen Sie sich die entsprechenden Unterlagen zusenden.
3. Vereinbaren Sie (z.B. über die 116117) einen Termin für eine psychotherapeutische Sprechstunde bei einer Psychotherapie Praxis mit Kassensitz und lassen sich das Formular „PTV11“ ausfüllen.
4. Lassen Sie die Formulare zur Kostenübernahme von den Erstgesprächen („Probatorischen Sitzungen“) von der gewünschten TherapeutIn in Privatpraxis ausfüllen.
5. Vereinbaren Sie einen Termin für ein Erstgespräch („Probatorische Sitzung“) in der Privatpraxis.
6. Wenn Sie und der / die TherapeutIn sich dazu entscheiden, eine Psychotherapie einzuleiten, muss dann im nächsten Schritt ein Antrag gestellt und ein therapeutischer Bericht geschrieben werden. Die Wartezeit bezüglich einer Zu- oder Absage kann etwas länger sein und wenn Sie diesen Weg gehen möchten, müssen Sie leider etwas Geduld mitbringen.
BIETEN SIE PSYCHOTHERAPIE AUCH AUF ANDEREN SPRACHEN ALS DEUTSCH AN?
Ja. Es ist bei mir auch möglich, Psychotherapie auf englisch oder niederländisch durchzuführen.
KANN ICH BEI IHNEN ONLINE PSYCHOTHERAPIE MACHEN?
Ich biete psychotherapeutische Sitzungen auch online über ein gesichertes Netzwerk an, meist nachdem wir uns vorab ein paar Mal persönlich in der Praxis kennengelernt und ein Gefühl füreinander entwickelt haben. Es gibt individuelle Faktoren, aufgrund derer eine Psychotherapie im Videoformat sinnvoll sein kann (z.B. ein langer Anfahrtsweg oder körperliche Einschränkungen). Auch eine Psychotherapie im Hybrid-Format ist möglich (z.B. Präsenz- und online Therapie im Wechsel).
Es gibt auch Faktoren, bei denen online Sitzungen eher nicht ratsam sind (z.B. bei einer stark ausgeprägten Traumafolgesymptomatik). Grundsätzlich ist die persönliche Begegnung der goldene Standard, aber ich bin für individuelle Absprachen offen, solange sie förderlich und therapeutisch gut begründbar sind. Gemeinsam schauen wir, welches Setting für Sie am sinnvollsten ist.